• Heike Göltenboth

Rückblick April 2022: alles andere als normal!



 

Inhalt:

  • Boxenstopp mit Verlängerung

  • Totalausfall

  • Heile heile Segen

  • Geschenkte Zeit und ein unaufschiebbarer Termin

  • Ägypten - spannend, aber einmal reicht mir

 

Nun habe ich seit einigen Wochen nichts mehr veröffentlicht! Das hatte seine guten Gründe, dennoch fällt mir der Wiedereinstieg nicht leicht.

Das ist wie Sportpause: Der Neustart ist heißersehnt und doch mühsam. Und so seltsam wie diese Pause hat sich auch der April gestaltet, zumindest die erste Hälfte.

Aus dem vollen Lauf die Vollbremsung. Bäääm!

So hat der April zunächst mit einem ungeplanten Boxenstopp begonnen!


Boxenstopp mit Verlängerung

Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich einmal auch nur ein Wort über (m)eine Coronainfektion schreiben würde. Aber nun eben doch.

Am Abend zuvor war ich noch energiegeladen im Fitnesscenter gewesen, hatte sogar noch einen Leistungstest absolviert (und mit dem Ergebnis war ich echt zufrieden!).

Die Nacht daraufhin war dann wirklich unglaublich unangenehm: Ich hatte noch nie in meinem Leben so einen Schüttelfrost gehabt! Mir war eiskalt und ich konnte mich kaum zur Toilette bewegen, so sehr hat mein ganzer Körper gezittert!

Da dämmerte es mir schon, dass das etwas mit dem Virus zu tun haben könnte.


Totalausfall

Am nächsten Morgen habe ich gleich alle Termine der nächsten Tage abgesagt. Einen kleinen Hoffnungsschimmer hatte ich ja noch.

Aber der Test, den mir meine Tochter Lisa vorbeigebracht hat, hat dann eindeutig bestätigt: Covid positiv. Wie doch ein Positiv plötzlich so negativ sein kann!!

Am Wochenende war ich für ein ganz besonderes Retreat gebucht, ich hatte mich schon sehr darauf gefreut! Es war bitter, das abzusagen, es tat mir so leid!

Die mindestens ebenso bittere Pille war, den lange ersehnten Familienbesuch in Deutschland abzusagen! (Natürlich war der Flug schon gebucht gewesen und die Vorfreude riesig!)


Mein Körper fühlte sich an wie eine schlaffe Hülle, bestehend aus Fieber und Rückenschmerzen, die sich bis in die Leisten zogen. Ich war völlig kraftlos und es blieb mir gar nichts anderes übrig, als in meinem Bett zu liegen.


Heile heile Segen

Die von meiner Tochter Lisa liebevoll vor die Tür gelegten Früchte habe ich gegessen, aber das war tatsächlich dann auch alles, was ich innerhalb von einer Woche zu mir genommen hatte. (Wasser bzw. Tee natürlich literweise).

Appetit hatte ich NULL! Dann bekommt der Körper an Nahrung, was er braucht, nämlich NICHTS, das ist völlig in Ordnung!


Gleichzeitig bin ich wundervoll von meinen Freundinnen versorgt worden mit Zauberpillen und Hexenpulver, und ich bin davon überzeugt, dass alles sehr zu meiner Gesundung beigetragen hat.

Medizin
Ayurvedische Medizin und mehr

Ayurvedische Medizin und mehr, inklusive liebevollem Genesungsbriefchen. DANKE!!


Kranksein gehört sicher nicht nur für mich zu den schwereren Übungen. Nicht, weil ich mich nicht gut fühle, nein. Nicht aktiv sein zu können, nicht das tun zu können, was ich möchte, sollte, müsste. Und dann natürlich noch die Tatsache der finanziellen Einbußen durch Absage aller Termine. Aber was sag' ich, die Selbständigkeit ist meine Entscheidung!


Geschenkte Zeit und ein unaufschiebbarer Termin

Alles Ärgern über die Situation hat natürlich keinen Sinn.

Wo also lag hier ein Gewinn in dieser Situation?

YES, ich hatte tatsächlich unendlich viel Zeit, mir den Flow Summit anzusehen, alle Beiträge, die mich interessieren. Was für ein Geschenk!

Wieder einmal hat mir das Leben gezeigt, dass diese Kurve am besten mit Achtsamkeit und Vertrauen genommen werden will - und auf keinen Fall zu schnell. Und dass die Hingabe an das Jetzt viel weniger Kraft kostet als der Widerstand.


Einen Termin musste ich dann aber doch unbedingt wahrnehmen: beim Deutschen Konsulat.

Ich wusste ja schon seit Monaten, wann mein Reisepass abgelaufen sein würde. Und doch brauchte ich wohl doch wieder mal die Erfahrung von Zeitdruck und Stress. Zu diesem Termin habe ich mich mit dem Taxi bringen lassen, dick vermummt und auf dem Rücksitz.

Ich hatte keine andere Wahl, schließlich war ja der Urlaub nach Ägypten geplant, in 10 Tagen sollte der Flug sein!


Im Konsulat dann hat man mir dann eröffnet, dass die mitgebrachten Unterlagen nicht vollständig wären, es würde noch die Heiratsurkunde fehlen.

"Wieso das denn?" Ich war kurz vor dem inneren Zusammenbruch. Ich wollte doch nur meinen vorübergehenden Reisepass abholen, und in meinem Personalausweis war doch ersichtlich, dass ich als Heike Göltenboth leibhaftig hier stehe! (Die Geburtsurkunde hatte ich die Woche abgegeben, und das war auch nicht wirklich verständlich für mich gewesen)


Die Heiratsurkunde musste her, um meinen Nachnamen nachvollziehen zu können. (Dabei bin ich ja schon seit Jahren geschieden, habe aber den Namen behalten).

Dank der wirklich sehr liebenswürdigen Dame am Schalter und einem sehr kooperativen Ulmer Standesamt konnte diese dann per Mail ans Konsulat gesendet werden und wurde als ausreichend genehmigt.


Sehr erschöpft bin ich danach wieder auf mein Krankenlager gefallen, mit der Hoffnung, dass ich rechtzeitig zum Flug dann auch tatsächlich Corona-frei sein würde!

Und nicht nur das: auch meinen Freund hatte es erwischt, und da bangten wir dann tatsächlich bis zum Tag vor dem Abflug!

Glücklicherweise sind dann beide Tests negativ ausgefallen, und mit dem provisorischen Reisepass und allen notwendigen Zertifikaten konnte es dann am 10. April losgehen nach Ägypten!

(Meinen endgültigen Reisepass werde ich dann in ein paar Wochen per Post erhalten.)


Ägypten - spannend, aber einmal reicht mir

Gerade mal so halbwegs wieder auf den Beinen sind wir dann in den Flieger gestiegen, um von Mallorca über Barcelona und Istanbul nach Hurghada zu fliegen.

In den ersten Tagen waren wir mit einigen befreundeten Kitern in einer Hotelanlage untergebracht, auch wenn das nicht unbedingt unserem Geschmack entspricht. Aber die erste Woche war Kiten Priorität, und an dem Spot, den wir mit der Gruppe ausgesucht hatten, gab es kaum andere Optionen.

Insgesamt konnten wir drei Tage richtig gut nutzen, am ersten Tag waren wir zu erschöpft, einen Tag gab es zu extremen Wind, einen Tag gar keinen.

Ich als Anfängerin konnte auf jeden Fall einiges dazulernen, das Gebiet hat alle Möglichkeiten für mich geboten, da man vor allem sehr lange stehen kann, was das Üben deutlich einfacher und kraftsparender macht.


Eine Woche später ging es dann für uns beide per privatem Transport im Minibus nach Luxor. Von dort aus haben wir drei Tage später einen Flug nach Kairo genommen.

Die zweite Hälfte der Reise war gefüllt mit Besichtigungen und Exkursionen, magisch und beeindruckend, teilweise touristisch überlaufen, aber immer hatten wir das Gefühl, richtig entschieden zu haben.

Was uns überhaupt nicht gefallen hat, war die oftmals sehr aufdringliche Art der Menschen, ihre Ware loszuwerden oder auch nur Trinkgeld zu erhalten. Das kannte ich zwar schon von der Türkei, in der ich vor Jahren war, aber hier war das noch viel extremer. Der Koffer wurde einem förmlich aus er Hand gerissen, für jeden kleinen wurde uns die Hand hingehalten. Ich habe mich schon durch dadurch ziemlich gestresst gefühlt, und das ist nicht das, was ich mir in einem Land wünsche.


Hier könnte ich noch seitenweise schreiben, aber da ich ja keinen Reisebericht schreibe, sondern lediglich meinen April Revue passieren lasse, sollen hier vor allem Bilder sprechen.


El Gouna, Kiterparadies!
El Gouna
Fluss, Brücke Stadt
Der Blick aus dem Hotelfenster über den Nil bzw. Kairo
Totentempel der Hatschepsut
Der Nil fließt mitten durch die Wüste








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Ich bin Heike,
Fotografin
Soulklick Coach und
KAHUNA Bodyworkerin
auf Mallorca