• Heike Göltenboth

Mein Jahresrückblick 2021


 

Mein Jahresrückblick 2021:

Vertrauen und Loslassen!

Den ersten Januar habe ich am großen Familientisch gemeinsam mit meiner Tochter Lisa, ihrem Freund und dem 8 jährigen Sohn verbracht, mit großer Freude und Kreativität!

Lisa hatte die geniale Idee, doch dieses Jahr einmal mit einem Visionboard zu starten. Also haben wir unzählige verschiedene Materialien wie Zeitschriften, Aufkleber, Palletten, Schnüre etc. und bunte Stifte in die Mitte des Tisches gelegt, woraus wir vier jeweils unser ganz persönliches Visionboard zaubern wollten.


Vorher allerdings gab es ein kleines Brainstorming, denn: Was ist denn meine Vision? Was wünsche ich mir für das nächste Jahr? Wo setze ich mir selbst Grenzen?

Also: drauflosvisionieren, ohne dem inneren Skeptiker auch nur die klitzekleinste Aufmerksamkeit zu schenken. Alle Schranken öffnen und fließen lassen!

So haben wir den gesamten Tag im kreativen Flow verbracht, waren beseelt vom gegenseitigen Vertrauen, das in der Luft lag, und von unserem Mut, unsere Träume auf Papier zu bringen.

Mein Visionboard hat einen für mich gut sichtbaren Platz in meiner Wohnung bekommen und

von dort aus durfte es wirken.


Noch nie war ich so bewusst in ein neues Jahr gestartet. Und ebenso bewusst schließe ich es ab, mit dem Jahresrückblick 2021.

Das ist mein erster Jahresrückblick überhaupt, der Wahnsinn! Und wie kam ich dazu? Inspiration heißt mal wieder das Zauberwort. Oder auch Timing.

Es war einfach der perfekte Moment, als bei mir das Projekt von Judith Peters aufleuchtete: "Blogge Deinen Jahresrückblick!"

Auch wenn der Prozess zu meinem Jahresrückblick 2021 alles andere als flutschte: Hier ist er!

Von den 11 Visionen haben sich mehr als sechs erfüllt, ist das nicht genial?


 

Inhalt



 

Kreativwerkstatt am Tisch meiner Tochter: Visionboard entwickeln und gestalten am 1. Januar

Angst oder Vertrauen

2020 war für so viele ein bitteres Jahr. Durch Corona ist das sowieso noch auf jungen Beinen stehendes Business meiner KAHUNA Massage komplett zusammengebrochen. Es waren keine Touristen mehr nach Mallorca gekommen, und auch die Menschen auf der Insel haben sich kaum aus dem Haus bewegt. Aus demselben Grund konnte ich keine Fotoshootings mehr anbieten, alles ist zum Stillstand gekommen. Da bekam ich es wirklich mit der bis dahin kaum gekannten Überlebensangst zu tun, denn bisher war meine Erfahrung gewesen: Es gibt immer eine Lösung, es gibt immer einen Weg!

Die Situation hat sich innerhalb kurzer Zeit so unvorstellbar verändert, ich war überfordert, ich denke, das ging so vielen von uns so! Das war wie ein Fallen ins Leere, aber da war kein Netz. Um den Aufprall abzumildern, musste ich eine feste Arbeit finden. Ich brauchte ein bisschen Sicherheit auf der einen Seite, aber auch genügend Raum für meine KAHUNA auf der anderen.

Schneller als ich dachte war ich Angestellte in einem Callcenter! Mit dem Verdienst von 7 Euro und ein paar Cent pro Stunde konnte ich zwar nicht einmal meine Miete begleichen, aber es brachte mir ein wenig Erleichterung.


Kurz auf einen Punkt gebracht: Ich bin sehr dankbar für die vier Monate, in denen ich unglaublich viel gelernt und liebenswerte Menschen kennengelernt habe! Anfang des Jahres 2021 war es dann aber doch genug, und ich habe mich nach einer anderen Arbeit umgesehen. Es gab kaum etwas, und da schien mir ein Angebot spannend, das mit E-Bikes zu tun hatte. Nach einer Woche Probearbeiten parallel mit dem Callcenter sah alles recht gut aus. Am Tag vor dem Vertragsabschluss aber kam der unerwartete Anruf, dass das nun doch nicht klappen würde, weil Englisch nicht meine Muttersprache war. Was für eine Aussage, ich war einigermaßen perplex!

Ich hatte im Callcenter schon gekündigt, weil ich so sicher war, dass diese Phase so nicht weitergehen konnte. Verrückt? Leichtsinnig?


Es war alles mal wieder genau richtig. (Mit Menschen, die so mit Ihren Kollegen umgehen, wollte ich tatsächlich auch nicht arbeiten).

Die Reaktion von meinem Freund Gustavo war mal wieder genial: Nun, dann hast du ja jetzt den Weg frei, um dich voll auf deine KAHUNA zu konzentrieren! Und das war es! Nun ging es darum, völlig ins Vertrauen zu gehen, meinen Fokus neu und klar zu setzen, mich noch viel mehr zu zeigen. Und dadurch die Menschen zu erreichen, die durch meine Arbeit ein Stück mehr in Verbindung mit sich selbst kommen konnten.


Mein so wertvolles und tiefgehendes Coaching "discover your core business" mit Susanne Gier hatte ich kurz zuvor beendet. Die sechs Monate waren zwar mit einer Investition verbunden, die hat sich aber mehr als ausgezahlt. Gibt es ein wichtigeres Projekt als das Projekt "Persönlichkeitsentwicklung"? Das ist für mich seit fast vierzig Jahren DAS zentrale Thema. Mit meiner neu gestärkten Herzkraft konnte ich hochmotiviert und guten Mutes neu durchstarten.

Farbtafeln und Flyer auf Teppich
Webseite, Flyer, Visitenkarten, Autowerbung. Mit Hilfe meiner Freundin Conny habe ich alles neu überarbeitet.

Auto mit Aufkleber
Die neue Werbung auf meinem Auto

Soulklick - die Essenz

Dann kam die Idee dazu, einen Blog zu eröffnen, in dem ich über verschiedene Themen schreibe, die mich bewegen, inspiriert durch die Tiefe des Augenblicks, die Intensität eines Erlebnisses, die Verbindung mit mir selbst.

Das war auch ein zentraler Punkt auf meinem Visionboard: Sichtbar werden. Mich zeigen:

"Ich nehme mich mit all meinen Facetten liebevoll an und zeige mich der Welt".


Wie konnte ich mich zeigen, mit allem, was mich ausmacht und was ich anzubieten habe?

Auf Instagram war ich schon länger unter SOULKLICK registriert. Auf meinen Fotos, zumindest auf den Handyfotos, steht meistens SOULKLICK. Der Klick mit der Seele. Das ist es für mich, was meine Fotografie lebendig macht, das ist die Magie, die in meinen Massagen geschieht.

Die Verbindung mit sich selbst. Daher habe ich meinen Blog SOULKLICK genannt.

SOULKLICK ist für mich die Essenz aus allem, was mir bei meiner Arbeit am Herzen liegt. Die Essenz der Persönlichkeit oder der Natur, die in den Fotos sichtbar wird. Meine empathische Verbindung mit dem Gegenüber. Der Mensch ohne Hülle, die pure Seele, die auf der Massageliege spürbar wird, wenn die Spannung abfällt.

Im April hatte ich dann meinen ersten Blog-Beitrag gepostet - das war ein großer Schritt für mich! Es folgten ein paar weitere, aber dann fand ich mich mit technischen Problemen konfrontiert, die ich zunächst nicht gleich lösen konnte. Beispielsweise waren plötzlich alle meine Kommentare weg, was für eine Katastrophe! Denn hier hatten einige Menschen wunderbare Sätze geschrieben, es war ein ganz schlimmes Gefühl, dass die alle plötzlich nicht mehr da waren! (Das Problem konnte ich später mit Hilfe meiner Freundin Conny lösen).

Dazu kamen meine zunehmenden Schmerzen in der Schulter, die sich durch langes Sitzen am Rechner verschlimmert haben. So habe ich den Blog zunächst mal zur Seite gelegt und mir dadurch Druck genommen - und ich hatte mir wirklich viel Druck gemacht!

Dann konzentrierte mich völlig auf meine KAHUNA. Mit regelmäßigen Postings und mit einer klaren Haltung zu dem, was ich liebe und wovon ich lebe. Ich bin drangeblieben und habe nicht aufgegeben. Vertrauen! Alles wird gut. Nein: alles IST gut!

So konnte ich sogar zeitweise nicht sofort alle Anfragen annehmen.

Das ist eine der Visionen, die sich erfüllt hat: Die Sichtbarkeit und der Erfolg meiner KAHUNA Massagen.


Reisen, Kurztrips und Ausflüge - Lebenselixier

Bisher war für mich der Beginn jeden Jahres mit einer Reise verbunden, zumindest, seit ich auf Mallorca bin. Der Februar ist der ungemütlichste Monat auf Mallorca, die feuchte Kälte kriecht bis in die Knochen, ganz anders fühlt sich das an als die Winterkälte in Deutschland - und eine gut beheizte Wohnung gehört hier nicht unbedingt zum Standard,

Also war ich die letzen Jahre gerne um diese Zeit unterwegs, beispielsweise 2020 in Thailand, Laos und Kambodscha und 2019 in Australien auf dem High Spirits Retreat, um mich dort in der KAHUNA Massage ausbilden zu lassen. (Lustigerweise ist gleich auf deren Startseite ein Foto mir mir zu sehen, das habe ich gerade erst entdeckt!)


Auf meinem Visionboard stehen mehrere Punkte, die mit Reisen verbunden sind: Segeln, Kiteurlaub, Argentinien (um endlich das Geburtsland meines Partners kennezulernen).

Durch Corona wurde das Thema zwar deutlich verkompliziert, dennoch wurden einige meiner Wünsche wahr, wenn auch in etwas abgewandelter Form.

Eine größere Reise konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen nicht erlauben, es war zuviel finanzielle Unsicherheit im Spiel. Also bin ich in den kalten Monaten erstmal hiergeblieben.

Mallorca bietet so unfassbar viele Möglichkeiten für Ausflüge, da reicht ein Leben nicht aus, um das alles zu entdecken! Gleich zu Beginn des Jahres wurden wir vom Freund meiner Tochter Lisa zu einem Tagesegeltrip direkt vor Palma eingeladen, Felizia, meine Jüngere Tochter, die in Deutschland lebt, war ein paar Tage gekommen, Juhuuu!!

Trotz Thermoskanne und dicker Kleidung war es bitterkalt auf dem Boot, erst Stunden später waren uns wieder einigermaßen warm!

drei Frauen auf einem Segelboot
Hier lächeln wir noch recht entspannt, bis uns die Gesichtszüge fast eingefroren waren.

Ein paar Kurztrips von der Insel weg haben wir uns dann doch erlaubt.

Paar mit Neoprenanzügen mit Kite am Strand
Tarifa

Hier bin ich super glücklich, nachdem ich mich zum ersten Mal getraut habe, am für mich neuen Kitespot in Tarifa zu Kiten. Die Jungs (hier schon wieder weg) sind mir nicht von der Seite gewichen! Ich war so dankbar! Ohne sie hätte ich mich das nie getraut! Mehr dazu kommt gleich im nächsten Teil!

Paar vor türkisklarem Meer
Formentera
felsiger Strand mit Holzsteg im türkisblauen Meer
Formentera
Brunnen auf Platz, im Hintergrund majestätisches Gebäude
Plaza España, Sevilla

Im Lauf des Jahres haben wir einige Radtouren, Höhlenexpeditionen, Bootsausflüge, Besichtigungen und Tagestrips auf der Insel unternommen, da könnte ich hier alles füllen, das wäre zuviel!

Nur von einem Highlight möchte ich noch ein Foto posten: Sevilla! Was für eine Stadt!! Wir verbrachten hier vier Tage und das wäre so das Minimum, würde ich sagen!


Kitefamily

Seit ich mit meinem Freund vor drei Jahren zusammengekommen bin, habe ich mich von der Begeisterung für das Kitesufen anstecken lassen. Ein ganz wunderbares, zusätzliches Geschenk zu der Erfahrung, diesen Sport zu lernen, ist für mich ist die tolle Gemeinschaft unter den Kitern!

Es ist wie eine kleine Familie. An den Wochenenden treffen wir uns sehr häufig an den verschiedenen Spots, wo der Wind ist (oder auch ohne Wind).

Und selbst, wenn einem nicht nach Kiten zumute ist, gibt es immer "buen rollo", wie man auf Spanisch sagt. Gute Energie, gute Stimmung. Untereinander gibt unglaublich viel Unterstützung, ich fühle mich immer sicher, wenn ich auf dem Wasser bin, denn alle schauen gegenseitig aufeinander und helfen, wenn es nötig ist.

Die Kitefamily, das ist etwas, was sich 2021 verstärkt zu einem stabilen und wertvollen Plus in meinem Leben entwickelt hat. Ich möchte die Jungs und Mädels nicht mehr missen!

vier Personen am Strand mit Kites im Hintergrund
Kite Vibe am Strand von Sa Marina, Pollensa

Das Paradies ist grün - Abschied und Neubeginn

Ich habe ein gutes Gefühl dafür, was 10 Jahre sind. 10 Jahre hatte ich in Ermingen gewohnt, ebenso 10 Jahre in Weidach (beides bei Ulm), bevor ich 2014 nach Mallorca ging.

Nun stelle ich mir vor, mehr als die doppelte Zeit, also über 20 Jahre meine Wurzeln an einem Ort geschlagen zu haben - so wie meine Mutter. Sie war in etwa so alt wie ich - ich bin jetzt 57 - als sie begonnen hat, sich ihr Paradies zu schaffen. Aus einer alten Fabrikhalle hat sie eine ganz einzigartige Loftwohnung gezaubert, in der es nur zum Bad eine Tür gab. (Und das war auch nicht einfach eine Tür, sondern eine blau gestrichene Schiebetür aus Drahtglas.)

Durch großartige Eigenleistung, geniale Ideen, kreative Umsetzung und mit ihrer Liebe zur Natur hat sie einen unvergleichlich schönen, besonderen Platz gezaubert, direkt am kleinen Fluss, der Blau. Das überbordende Grün hatte sie immer nur soweit gebändigt, dass Mensch, Tier und Pflanzen gegenseitig voneinander profitieren konnten und niemand leiden musste. Die Graureiher, Enten, Schwäne, Smaragdeidechsen und Schlangen konnten glücklicher kaum sein, und damit alle Menschen, die dieses zauberhaftes Idyll betraten.

Das Rauschen der niemals verstummende Blau war auch durch die geschlossenen Fenster und Türen zu hören. Mein absoluter Lieblingsplatz war das kleine Floß, das fest am Ufer lag, Ein magischer Ort zum Frühstücken, Meditieren, einfach Sein.

Frau auf Floß im Fluss
Ich auf dem Floß. Ich bin übrigens sehr glücklich, dass auf diesem Foto ein kleines Stückchen Finger von meiner Mama zu sehen ist!
Feuerschale mit Feuer am Fluss mit Frau daneben auf Holzboden.
Meine Tochter Lisa an der kleinen Feuerstelle an der Blau

Pavillon im Grünen mit grüner Gartentür im Vordergrund
Der Pavillon, das Atelier meiner Mutter, das hat sie alles selbst gestaltet und gebaut.

GArten und Fluss, Vogelhaus
Im Vogelhäuschen gab es immer etwas Leckeres zu futtern!

Glückliches Gesicht vor Wasser/ Fluss
Mein Glücklichgesicht am Fluss bei meiner Mutter

Dieses Paradies hat meine Mutter aber auch sehr gefordert: das Grundstück allein zu pflegen, brauchte viel Energie und Zeit. Nachdem sich die Situation dahingehend geändert hatte, dass wir in alle Winde zerstreut wohnten, wurde das für meine Mutter immer mühsamer. Durch veränderte Umstände im Leben meiner Schwester in München ergab sich eine neue Situation, wodurch ein neuer Wohnraum für meine Mutter entstanden war.

Voller Respekt staune ich einmal wieder über die Kraft und den Mut meiner Mutter. Sie hatte nicht von heute auf morgen entschieden. In weiser Voraussicht hatte sie sich Stück für Stück von ihrem Platz am Fluss verabschiedet und ist in eine Mietwohnung nahe meiner Schwester gezogen. Mein absolutes Lieblingsgedicht von Hermann Hesse - Stufen - hätte mal wieder nicht passender sein können!

Auf die zahlreichen weiteren Aspekte dieses Lebensabschnittes mit allen Facetten einzugehen würde ein ganzes Buch füllen.

Kisten überinandergestapelt
Mein letzter Rest Deutschland

Mit diesem Abschied habe auch ich die letzten Lager aus meinem alten Leben geräumt und auf meinem Ausweis steht nun: "kein Wohnsitz in Deutschland."

Das war ein Schritt, den ich vorher nur im Kopf vollzogen hatte. Tatsächlich war der Abschied von Deutschland erst dann abgeschlossen, als ich die letzten Kisten, die noch bei meiner Mutter untergestellt waren, nach Mallorca liefern lassen und mich beim Rathaus abgemeldet hatte.


Zaubertücher aus Menorca

Einen der Kurztrips dieses Jahres hatte ich Ende August vor allem aus beruflichen Gründen unternommen, denn ich bekomme meine Tücher, die ich für meine KAHUNA brauche, nur auf Menorca. Simona, die gerade als (sehr angenehme) Mitbewohnerin in meiner Wohnung war, hat mich begleitet und wir hatten einen tollen Tag, Die Fähre ging früh morgens von Alcudia weg, und am Abend waren wir wieder zurück in Palma.


Ich lege großen Wert auf die Qualität der Tücher. Sie brauchen die richtige Größe und mir gefallen die Farben, die ich an dem Markt auf Menorca finde. Außerdem mag ich keine Fransen an den Tüchern, denn die würden beim Gleiten über den Körper kitzeln.

Das Gefühl, wenn das Tuch nach dem ersten Teil der KAHUNA langsam über den Körper gleitet, ebenso wie gegen Ende, wird oft wie ein Gefühl unter Sand oder Wasser beschrieben. Es gibt verschiedene Ausbildungen für KAHUNA. In meiner Ausbildung haben wir diesen Teil der Arbeit mit den Tüchern als eine Art Ausbalancierung der Energien gelernt, mir gefällt das sehr.


Mit meinen neuen Tüchern bin ich überglücklich! Die "alten" waren zwar noch immer ok, aber die vielen Massagen hatten doch jedes Mal ein wenig Öl im Gewebe hinterlassen, das sich einfach nicht mehr herauslösen ließ. So waren sie schwerer geworden und die Farben leuchten nun nicht mehr so schön. Da ich ein sehr haptischer und gleichzeitig visueller Mensch bin, ist der Unterschied für mich in meiner Arbeit sehr deutlich zu spüren.

Menschen im Gegenlicht vor der Rampe einer Fähre vor dem Ausstieg
Ankunft der Fähre auf Menorca

Belebte Gasse mit schönen Hausfassaden
Menorca

Bunte Tücher übereinanderliegend
Meine neuen Tücher!

Bunte Tücher an der Wäscheleine auf Balkon, im Hintergrund Meer
Meine Tücher trocknen auf meinem Balkon

Der Kopf denkt, der Körper weiß

Die Dynamik, die sich nach meiner Entscheidung, 100 Prozent für KAHUNA zu geben, entwickelt hat, hat mich selbst vielleicht am meisten überrascht. Es war einfach nur genial und unglaublich befriedigend! Ich hatte jede Menge zu tun, und ich stellte mit Erstaunen fest, dass meine Schmerzen in der Schulter nur sehr wenig mit meiner Bewegung bei der KAHUNA zu tun hatten. Manchmal ging es mir danach sogar besser.

Was sich durch die vielen Massagen der zahlreichen Menschen mit der Zeit bei mir eingestellt hat, war eine Schärfung meiner Sinne, meiner Wahrnehmung.

Mit jedem Termin, jedem Menschen, jeder Erfahrung mehr schien es, als ob meine Sinne Stück für Stück feiner, tiefer würden. Das scheint zwar leicht verständlich zu sein, ich spreche aber von einer Veränderung, die ich so noch in keinem anderen Zusammenhang erlebt habe. Vielleicht hat es mit der Leidenschaft zu tun, die ich für meine Arbeit empfinde. Mit meiner Fotografie lebe ich zwar auch eine große Leidenschaft, da ist aber immer die Kamera zwischen mir und dem Objekt.


Diese völlig unerwartete Entwicklung konnte ich erst nach einiger Zeit beobachten. Ja, klar, wir lernen durch Wiederholung. Unsere Bewegungsabläufe werden eingeübt und immer sicherer, wie beispielsweise beim Kitesurfen oder beim Tanzen. Das ist die Entwicklung in Richtung Sicherheit, Routine, Dynamik. Ich erinnere mich gut, da war ich mit Felizia im Auto unterwegs und erzählte ihr einen Traum, den ich im halbwachen Zustand hatte. Es war so etwas Seltsames, dass ich es nicht verstanden habe. Und zwar sah ich in diesem Tagtraum mit meinen geschlossenen Augen Strukturen in verschiedenen Braun-, Orange- und Rottönen, dazwischen immer wieder Lichter, die aublitzten. Es war so, als würde ich eine Fahrt mit einer Minikamera unternehmen. Was war das? Felizias Antwort kam prompt und klar: "Mama, ist doch logisch, das sind Deine Hände, die durch den Körper gehen. Das ist das, was Deine Fingerspitzen sehen!" Da sind mir dann direkt Tränen in die Augen geschossen, und wie immer in solchen Momenten hat mich ein Gänsehautschauer überlaufen. (Das passiert mir immer, wenn sich etwas nach Wahrheit anfühlt). Wie genial aber auch, dass sie das so einfach erklärt hat!

Massageliege mit blauem Tuch, im Hintergrund Meer
Meine Massageliege bei mir in Can Pastilla/Palma

Tschüss, mein geliebtes stand up paddle board!

Ein Spaziergang durch den Wald, die Vögel zwitschern, der unvergleichliche Duft erfüllt mich, ich bewege mich im Rhythmus meines Körpers, fast fühle ich mich in einer Meditation. Das war mein Naturerlebnis pur, das mir so oft neue Energie und Klarheit brachte, als ich noch in Deutschland lebte.

Dann bin ich nach Mallorca gegangen. Nicht einfach mal so, nein. Es war ein Prozess.

Wie damals der Wald, wurde mir hier das Meer zu meiner Energiequelle. Einen Wald wie in Deutschland gibt es hier nicht. Wenn ich die Wahl hätte, Wald oder Meer, ich würde ganz klar das Meer wählen!




Ich erinnere mich, wie seltsam mir diese Menschen auf ihren Boards vorkamen, die teilweise so ungeschickt im Wasser herumgerührt haben. Sowas Blödes! Kurz darauf musste ich es auch ausprobieren. Und es war sofort mein neues Gefährt, um meine Meeresspaziergänge zu unternehmen, bald fast täglich. Zunächst lieh ich es mir aus, da ich direkt über der Surferbar Bonaona wohne, war das einfach und genial für mich. Bonaona ist mein zweites Wohnzimmer, Treffpunkt für so viele tolle Menschen, ein Magic Place!!

Meer und HImmel, in der Mitte zwei Personen auf Paddelboards
Eine Freundin und ich verlieren uns im Blau

Nach fast drei Jahren war klar, ich möchte ein eigenes Board haben, zumal ich einen guten Stellplatz direkt unter dem Haus bekommen konnte. (Ich habe das große Glück, direkt vor dem Stand zu wohnen).

Groß, sportlich, für mich etwas ganz besonderes, das war mein Starboard Touring 12'6'/31 284L 2017. Das gleichmäßige, sanfte Gleiten, das Plätschern, das beim Eintauchen des Paddels entstand, das unfassbar, unbeschreiblich tiefe Türkisblau des Meeres, das erfrischendene Abtauchen, wo auch immer ich wollte, ich liebte das Standup Paddeln, ich liebte mein Board!

stand up paddle board am Strand
mein stand up paddle board - Klick auf das Foto für Video

Ende 2020, nachdem ich wirklich Mühe hatte, finanziell zu überleben, sah ich mich gezwungen, ein paar Entscheidungen zu treffen. Eine war, wie schon erwähnt, das Callcenter. Eine andere war, mein Board zu verkaufen. Es gab aber noch andere Gründe:

Mein Board wog auch entsprechend, und meine Schulter meckerte zunehmend. Zudem waren die laufenden Kosten für die Unterbringung zu diesem Zeitpunkt für mich auch etwas, was ich gerne einsparen wollte. Also stellte ich es zum Verkauf auf verschiedene Plattformen.

Nach Monaten erst fand sich ein Käufer, der allerdings nur zwei Drittel davon bezahlte von dem, was ich mir erhofft hatte. Ich wollte es abschließen. Also wieder: Loslassen!

Abtauchen

Heftigste Vermissung und größtes Glück gleichzeitig

Vor sieben Jahren hat mich das Schicksal nach Mallorca katapultiert. Der Plan war nicht, zu bleiben. Aber das Leben wollte es so. Als ich 2016 mein Auto auf die Insel holte, war klar: so schnell werde ich nicht zurückgehen. Heute bin ich sehr gut verwurzelt mit der Insel und ihren Menschen, habe gute Freunde und eine wundervolle Beziehung. Meine Familie ist in Deutschland geblieben, sie vermisse ich schmerzlich! Lisa, meine ältere Tochter, ist kurz nach mir ebenfalls auf die Insel gekommen und ist gleichfalls ganz und gar angekommen.

zwei Frauen, im Hintergrund Garten
Meine Mutter und ich

zwei Frauen, die ein Eis essen
Meine Schwester und ich, da genehmigen wir uns eine Pause in der Phase "Gartenhütte ausräumen"

Es ist nicht einfach, die Situation zu beschreiben: Meine jüngere Tochter Felizia lebt in Osnabrück, über 600 Kilometer entfernt von meiner Mutter und meiner Schwester, die in München leben. Verglichen damit ist die Reise nach Mallorca theoretisch eigentlich nur ein Katzensprung, was die Erreichbarkeit angeht. Das war zumindest vor Corona so.

Ich weiß nicht, wie wir die Distanz ohne die Technik ertragen würden. Dank Handy, Textnachricht und Videokonferenz können wir uns doch recht nah sein, wenn auch die Umarmungen und die direkte Präsenz unersetzlich sind, manchmal ist die Vermissung unerträglich! Ganz besonders fehlt mir meine Tochter Felizia!

Es ist für mich immer das allergrößte Glück, wenn wir alle zusammen sein können!

drei Frauen am Strand
Meine Töchter und ich am Strand von Can Pastilla
zwei junge Frauen gehen über den Sand am  Meer
Felizia und Lisa beim Strandspaziergang

zwei Frauen in einer Strandbar
Lisa und Feliza im Bonaona - meinem zweiten Wohnzimmer!

Lisa hat mit ihrer Familie die letzten 5 Jahre in Palma gelebt, 12 Autominuten von mir entfernt. Nun endlich, nach 3 Jahren Suche, hat sie eine schöne Wohnung hier in Can Pastilla (Vorort von Palma) gefunden. 12 Autominuten, das klingt so wenig - und doch ist der Unterschied absolut gigantisch! Jetzt sind es 2 Gehminuten! Abgesehen von der gewonnenen Lebensqualität für meine Tochter hat sich auch für mich durch diesen Umzug einiges geändert. Anfangs schien es fast unwirklich, dass wir uns ganz einfach treffen konnten, vielleicht auch nur für einen gemeinsamen Kaffee oder auch, wenn der andere Hilfe brauchte.

Ich bin so unendlich dankbar für die Beziehung zu meinen Töchtern, es ist mein größtes Geschenk!

Manchmal trägt mein Herz schwer daran, dass die Situation der Distanz zu meinen Liebsten letztendlich durch meine Entscheidung entstanden ist. Dann darf ich mich dann daran erinnern, dass alles gut ist, genau so, wie es ist. Sonst wäre es wohl nicht zu ertragen.


Wenn das Geburtstagsgeschenk einfach vom Himmel fällt!

Ein Ereignis, das plötzlich und überraschend auftritt, gräbt sich tief in unser Inneres. Mit den dazugehörigen Emotionen.

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber der Moment, in dem das Gehirn den Überraschungsmoment verarbeitet, nehme ich als totalen Ausnahmezustand wahr. Da gleiten verschiedene Realitätsebenen übereinander, das Gehirn gleicht in Sekundenbruchteilen ab, was es kennt bzw. was es für möglich hält. Und dann realisiert es langsam: Das passiert jetzt gerade wirklich!So geschehen an meinem Geburtstag am 26. Oktober.


Der Plan war, abends zu viert im Plan B Sa Taperia essen zu gehen.

Der Tisch war schon reserviert, klar.

An Geburstagen nicht mit der Familie zusammen zu sein ist für mich besonders schwer. Da ist die Vermissung immer sehr schmerzhaft, auch wenn wir uns meistens per Videokonferenz gemeinsam an einen Tisch setzen, sogar mit dem Gedeck für alle! Später würden wir uns wenigstens auf diese Weise sehen, das war ein Trost.


Meinen Geburstagskuchen wollte ich gerne mit Lisa genießen, der war auch schon vorbestellt, damit es auch ganz sicher noch ein Stück für uns gab. Hier gibt es den für mich besten Käsekuchen überhaupt, und der ist erfahrungsgemäß ganz schnell weg! (Der absolute Kuchen-Geheimtipp Cafe Wien in Can Pastilla!)

Also schlenderten wir gemütlich in Richtung Käsekuchen, meine Vorfreude war mir vermutlich schon ins Gesicht geschrieben.

Beim Anpeilen eines freien Tisches auf der Terrasse - ja, es war mal wieder ein Traumtag - ist mir ein sympathisches Pärchen aufgefallen, mal nur so nebenbei. Die junge Frau hat mich irgendwie an meine Tochter Felizia erinnert, STOP - und genau das war der Moment, an dem mein Gehirn Klimmzüge machen musste! Gleichzeitig mit dem Wahrnehmen meiner Tochter und ihres Feundes an ihrer Seite feuerte mein Realitätsprogramm: "kann nicht sein!" Mein Gesicht muss all das wohl gleichzeitig gespiegelt haben, unbezahlbar, meinte später Felizia!

Ich habe schätzungsweise den ganzen Abend dazu gebraucht um mich wieder zu einzukriegen nach diese Glücksrausch! Und alle, aber auch alle waren eingeweiht gewesen, dass meine Tochter mit ihrem Freund überraschend zu meinem Geburtstag einfliegt!

Nur ich hatte nicht den geringsten Schimmer!

Drei Frauen an einem Tisch, glücklich
Ich - noch im Glücksrausch mit Lisa und Felizia ;)

Personen am Tisch im Restaurant in abendlicher Stimmung
Mein Geburstagsabend direkt bei mir unten am Haus, mit unseren Männern!

 

Was sonst noch los war 2021

Yoga oder Mega?

Ich habe für ein paar Monate Iyengar Yoga kennengelernt - absolut genial, vor allem die Lehrerin Mariana Sadhana hat mich begeistert! Leider konnte ich nicht weitermachen, der Weg war zu weit, und ich brauche einfach eine flexible Lösung. Feste Kurszeiten bekomme ich nicht unter einen Hut mit meiner Arbeit.

Im Oktober habe ich mich im Megasport angemeldet, das ist ein gigantisches Fitnessstudio, das keine Wünsche offen lässt - und das für einen absolut fairen Preis. Über den Winter zumindest werde ich das mal ausprobieren.

Yogamatten aufgerollt
Yogamatten im Studio von Sadhana Yoga

Freiheit pur

Mit dem Campingbus unterwegs sein, dort übernachten, wo es mir gefällt, aufwachen mit Meeresbrise! Der Bus meines Freundes ist zwar nicht zum Camper ausgebaut, aber er hat alles, was es braucht, um diesen Traum immer wieder zu genießen. 2121 war das eine gute Möglichkeit für kurze Auszeiten.

Ausblick aus Campingbus auf Meer
Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als mit dem Blick auf's Meer im Bus aufzuwachen.

Stoffwechselkur

Wie jedes Jahr habe ich auch 2021 eine Stoffwechselkur gemacht. Das Ergebnis war wieder wie erwartet super! (Vor allem Hautbild und Energie!)


 

Das wartet 2022 auf mich:

  • Die Galerie meiner Fotoseite braucht endlich wieder neue Fotos!

  • Die Sichtbarkeit meiner Fotos ein großes Thema für das nächste Jahr!

  • Steine und KAHUNA - ich bin selbst gespannt, wie sich das entwickelt!

  • Soulklick-Seminar für Paare - ein Projekt, das mir ganz besonders am Herzen liegt!

  • Endlich wieder meine Familie in Deutschland besuchen!

  • Unsere Reise nach Argentinien!

Mein Motto für 2022:

NO LIMITS!




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